Freiwillige Feuerwehr Dauchingen

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Brandschutztipps



Rauchmelder:


Was sind Rauchmelder?
Rauchmelder sind kleine Batterie betriebene Geräte, die bei Rauch einen Alarm auslösen. Prinzipiell arbeiten alle Rauchmelder nach dem gleichen Verfahren. Durch kleine Öffnungen im Gehäuse des Rauchmelders gelangt Umgebungsluft in eine Messkammer. In dieser Messkammer befindet sich eine Lichtquelle, welche von Zeit zu Zeit Lichtimpulse aussendet. Tritt nun eine bestimmte Menge Rauch in die Messkammer ein, wird das Licht gebrochen und es entsteht Streulicht, welches eine Fotozelle aktiviert. Die Folge ist nun ein lauter und penetranter (>80dB) Pfeifton des Rauchmelders.


Wozu braucht man überhaupt Rauchmelder?
In der Bundesrepublik Deutschland sterben pro Jahr mehr als 600 Menschen durch Feuer und vor allem an dem dabei entstehenden Rauchgasen. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden betragen Millionen. Täglich verunglücken in Deutschland durchschnittlich zwei Menschen tödlich durch ein Feuer, 98% davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit davon stirbt an einer Rauchgasvergiftung und zwei Drittel aller Brandopfer wurden nachts im Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller als Feuer und lautlos. Entgegen vieler Meinungen löst der Brandrauch im Schlaf keinen Hustenreiz aus, Sie ersticken also ohne es zu merken und Ihre Kinder und Familienangehörigen auch. Brandrauch beinhaltet unter anderem folgende Gase: Kohlenmonoxid, Chlor und Blausäure. Diese Mixtur führt zu Rauchvergiftungen und im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.



Silvester:


Silvester ist der Tag im Jahr, an dem die Feuerwehren und alle andere Rettungsdienste in ganz Deutschland viel Arbeit haben. Dies beginnt meist schon am Vormittag des 31.12. Achtlos abgefeuertes oder entzündetes Feuerwerk entflammt in der Nähe befindliches Material. Aber meist geht es kurz nach 00:00 Uhr los. Raketen, welche unkontrolliert auf Balkone fliegen und dort den alte Weihnachtsbaum entzünden, oder Feuerwerkskörper, die in der Wohnung abgefeuert wurden und dort Vorhänge oder Tischdecken entzünden, sind hier die Regel. Aber auch Feuerwerkskörper, die in der Hand abgefeuert oder in eine Menschenmenge geworfen werden, verursachen schwerste Verletzungen. Angefangen von Brandwunden bis hin zu abgerissenen Gliedmassen ist hier alles möglich. Solche Aktionen vermiesen nicht nur den Rettungsdiensten jedes Jahr die fröhliche Laune, sondern auch den betroffenen Mitmenschen. Aber es gibt ein paar einfache Regeln, die solche Gefahren reduzieren und uns allen einen guten Rutsch in das neue Jahr ermöglichen.


1. Feuern Sie keine Feuerwerkskörper in der Wohnung ab. Benutzen Sie hier das im Handel erhältliche Tischfeuerwerk.

2. Werfen Sie keine Feuerwerkskörper in eine Menschenmenge, es könnte jemand verletzt werden.

3. Benutzen Sie eine leere Flasche zum Starten der Feuerwerksraketen, damit sie nicht unkontrolliert herum fliegt.

4. Lassen Sie keine Feuerwerkskörper in der Hand explodieren oder starten.

5. Beachten Sie die Gebrauchsanleitung des Feuerwerks.



Weihnachten:


Sind wir mal ehrlich: ein Weihnachtsbaum oder Adventskranz mit brennenden Kerzen und der Duft von Zimt und Tee in der Luft sind einfach wunderschön. Diese schöne und besinnliche Stimmung kann sich aber von einer Sekunde auf die andere schlagartig ändern, zum Beispiel wenn der Weihnachtsbaum durch die Kerzen entzündet wird. Nun zählt jede Sekunde. Schnell in die Küche gerannt und einen Behälter gesucht, dann mit Wasser gefüllt und zurück ins Wohnzimmer. SCHOCK. Alles steht schon in Flammen, da der trockene Weihnachtsbaum wie Zunder brennt.

Dies ist ein Szenario wie es leider Jahr für Jahr in einigen Haushalten passiert. Um dies zu vermeiden sollten Sie einige einfache aber wirkungsvolle Regel beachten

Benutzen Sie einen Christbaumständer der über einen Wasserbehälter für den Baum verfügt. Dadurch wird der Baum nicht so schnell austrocknen und brennt entsprechend schlecht.

Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt.

Kinder sollten nie alleine in einem Raum mit brennenden Kerzen sein.

Halten Sie einen gefüllten Eimer mit Wasser bereit, noch besser ist einen Feuerlöscher.

Kerzen, die fast abgebrannt sind, sollten rechtzeitig ausgetauscht werden.

Mit diesen einfachen Regeln können Sie noch viele unbeschwerte Weihnachten feiern



Autobrände:


Nach Angaben der Autoversicherer brennen jährlich etwa 40.000 bis 50.000 PKW´s in Deutschland. Dabei kommt es zu durchschnittlich 80 Toten und 450 Schwerverletzten. Diese Zahlen beziehen sich noch nur auf die alten Bundesländer. Sie ließen sich jedoch senken, wenn nicht falsche Vorstellungen von explodierenden Autos eventuelle Helfer von Rettungs- und Löschmaßnahmen abhalten würden.

Wenn ein Auto bereits brennt, kann es nicht explodieren. Dies geschieht nur in Filmen. Wenn das Benzin in Autos brennt, wird es weiterhin konstant abbrennen, auch Reservekanister explodieren nicht. Es besteht jedoch bei nicht brennenden Autos die Gefahr, dass sich Benzindämpfe durch Zündquellen wie brennende Zigaretten entzünden. Daher ist in der Nähe von Unfallstellen das Rauchen zu unterlassen, da ein ausbrechendes Feuer eingeschlossene Personen gefährden könnte.

Für den Fall eines Autobrandes sollte natürlich jedes Auto mit einem Autofeuerlöscher bestückt sein.



Grillen:


Was gibt es Schöneres, als an einem lauen Sommerabend mit ein paar Freunden zu grillen? Der Grill wird mit Holzkohle gefüllt und angezündet, aber es will einfach keine richtige Glut entstehen. Kurzerhand nimmt man etwas Spiritus um nachzuhelfen. Schließlich brennt der ja gut. Das ist richtig: er brennt gut und zwar sehr gut. Wenn Sie nun den Spiritus auf die heißen Kohlen gießen wird er im Bruchteil einer Sekunde verdampfen und sich entzünden. Es entsteht eine Stichflamme. Derjenige der nun das Pech hat, in der Nähe des Grills zu stehen, wird sich in einem Flammenmeer finden und schwerste Verbrennungen im Gesicht und Oberkörper werden die Folge sein. Im schlimmsten Fall wird er mit seinem Leben bezahlen oder für immer entstellt sein.

Leider müssen viele Menschen jedes Jahr diese schmerzhafte Erfahrung machen. Daher: sollte die Kohle mal nicht so brennen wollen, wie Sie es möchten, führen Sie der Glut genügend Luft zu. Sie wird nach einige Zeit eine wunderschöne Grillglut abgeben. Sollten Sie weniger geduldig sein, gibt es im Fachhandel spezielle flüssige Grillanzünder die nicht die fatale Eigenschaft wie Spiritus oder andere Brandbeschleuniger haben.

So können Sie noch viele schöne Grillabende mit Ihre Familie und Ihren Freunden verbringen.


Mit diesen einfachen Tipps kann die Partystimmung nicht so schnell getrübt werden. Und vielleicht können die Feuerwehrkameraden ja dieses Jahr mal zu Hause bleiben.